Mit Ausbildungsmarketing Schüler/-innen überzeugen

Wie überzeugen Sie die Generation Z von einer Ausbildung in Ihrem Unternehmen?

Ausbildungsmarketing Definition

Das Azubi-Recruiting (anderer Begriff für Ausbildungsmarketing) gehört zum Employer Branding. Hierbei geht es um die Überzeugung von Schülerinnen und Schülern der Generation Z vom jeweiligen Unternehmen.  Im nächsten Schritt geht es dann um die Rekrutierung der Schüler, eben Azubi-Recruiting. Gerade die Zielgruppe der Generation Z in Bezug auf das Ausbildungsmarketing stellt viele Unternehmen vor ein unerwartetes Problem. Sie verstehen die Zielgruppe nicht. Das macht es schwieriger, die Schüler und Jugendlichen anzusprechen und als Auszubildende zu gewinnen.

Das Ziel des Ausbildungsmarketings ist es, der Zielgruppe der Generation Z im ersten Schritt berufliche Chancen aufzuzeigen. Über verschiedene Ausbildungsmarketing Maßnahmen wird dann daran gearbeitet, die Schüler von der Ausbildung zu überzeugen. Recruiting und Personalgewinnung sind auch hier ein großer Teil davon. 

Mit Ausbildungsmarketing gegen den Fachkräftemangel

Als sich noch vor einigen Jahren Unternehmen vor Bewerbungen für eine Berufsausbildung kaum retten konnten und aus einer Vielzahl an Auszubildenden in spe wählen konnten, hat sich heutzutage das Blatt gewendet. Die Zahl der Bewerbungen für eine Ausbildung geht stetig zurück. Gleichzeitig hat sich ein Trend zum akademischen Berufsweg entwickelt. Azubis für sich zu gewinnen ist schwieriger geworden.

Gerade für KMUs (kleine & mittelständische Unternehmen) ist die Situation besonders kompliziert geworden. Schüler, die gerade das Abitur geschrieben haben, entscheiden sich oft für die Big Player. Der Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden geschuldet, ist die persönliche Betreuung

oftmals nicht so gut wie in einem kleineren Unternehmen. Das scheint für viele Schulabgänger aber kein großes Problem darzustellen. Sie nehmen es so hin.

Zum Teil liegt das Problem auch im demografischen Wandel in Deutschland. Der Nachwuchsmangel liegt auch daran, dass die Zahl der jungen Personen zurückgegangen ist. Die deutsche Bevölkerung wird immer älter, es kommen aber auf der anderen Seite immer weniger junge Menschen hinzu. Dem entsprechend geht auch automatisch die Zahl derer, die eine Ausbildung machen möchten, zurück.

Aus der Online-Unternehmensbefragung 2019 der DIHK ist zu entnehmen, dass 2018 auf alle Ausbildungsplätze gesehen 32% nicht besetzt werden konnten. Besonders betroffen war das Gastgewerbe, das mit 56% offenen Lehrstellen die Liste anführt. Als Hauptgrund für die Nichtbesetzung der Ausbildungsplätze wurde mit 69% im Jahre 2018 angeführt, dass einfach keine Bewerbungen vorlagen. „Der Anteil der Betriebe, die gar keine Bewerbungen mehr erhalten, steigt seit Jahren an. Auch die absolute Zahl betroffener Betriebe ist 2018 erneut gestiegen – auf nunmehr 18.000 (17.000: 2017; 15.500: 2016).“ (DIHK, „Ausbildung 2019“, S. 8)

Problematisch erscheint in diesem Zuge die Reaktion vieler Ausbildungsleiter. Diese reagierten mit einer Herabsetzung der Einstiegshürden für Schülerinnen und Schüler. Plötzlich wurden immer schwächere Schüler / Schulabgänger und Jugendliche eingestellt. Darunter leidet die Qualität der Auszubildenden und wirft ein schlechtes Licht auf die deutsche duale Ausbildung. Sicherlich sind Schulnoten kein sicheres Indiz für die Leistungen, die in der Ausbildung geleistet werden. Sie bilden aber einen Anhaltspunkt für die Leistungsbereitschaft mancher Schülerinnen und Schüler. Besser wäre hier für Unternehmen in Hinsicht auf die Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens, Maßnahmen für die Rekrutierung von qualifizierten und engagierten Schulabgängern in Betracht zu ziehen.

Um geeignete Bewerber schon im Voraus einschätzen zu können, wird in vielen Unternehmen oftmals auf Recruitainment zurückgegriffen. Hierbei wird im Verlauf der Bewerbungsphase die klassische Bewerbung durch Online-Assesments ersetzt. Ebenso kommen aber auch Assesment Center zum Einsatz.

Durch die schwierige Entwicklung im Bereich der Ausbildung, bzw. auch der dualen Ausbildung wird die Thematik des Ausbildungsmarketing als Teil des Personalmarketings immer wichtiger für die Nachwuchsgewinnung.

 

Unterstützung der Nachwuchsgewinnung durch Azubimarketing

Dem Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen zu trotzen, haben Personaler die Möglichkeit, auf das Ausbildungsmarketing zurückzugreifen. Hierbei soll, wie auch beim Personalmarketing, bei potentiellen Auszubildenden dem Unternehmen geholfen werden, in der Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Das Ausbildungsmarketing umfasst alle Maßnahmen, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen, um sich eine attraktive Arbeitgebermarke bei interessierten Azubis in spe aufzubauen.

Das systematische Ausbildungsmarketing ist nicht nur großen Konzernen vorbehalten. Gerade bei KMUs in Gegenden außerhalb der Städte können sich Azubimarketing Maßnahmen positiv auf die Nachwuchsbeschaffung auswirken. Hierbei können Unternehmen den Wandel in der Kommunikation hin zum Smartphone (gerade in Bezug auf die Generation Z) nutzen, um die Zielgruppe schnell und gezielt über deren täglich angesteuerte Kanäle, wie bspw. Instagram oder Snapchat, anzusprechen.

 

Wie kann man den Bewerbungsprozess an die Generation Z anpassen?

Als besonders beliebtes Bewerbungsinstrument hat sich, laut einer Studie von TestSysteme.de die Online-Formular-Bewerbung als der Spitzenreiter bei Azubis gezeigt. Die Bewerbung via E-Mail ist auch hoch im Kurs.

Nicht so konventionelle Bewerbungsverfahren wie beispielsweise das Video-Recruiting (Video-Bewerbung), Bewerbung über eine App (vor allem über das Smartphone) erzielen sehr schlechte Akzeptanz bei der Generation Z. Diese Kanäle befinden sich im einstelligen Prozentbereich. Unternehmen sollten daher ihr Geld in andere Ausbildungsmarketing Maßnahmen investieren, um bessere Erfolge zu erzielen.

 

Schulmarketing – Schon früh die Generation Z von sich überzeugen

Unternehmen sollten, wie oft angespriesen, die Zielgruppe dort abholen, wo man sie am besten antrifft. Das ist bei Schülern selbstverständlich die Schule. Unter das Schulmarketing fallen beispielsweise Plakate im Umfeld der Schule sowie auch Collegeblöcke mit Ausbildungsmarketing-Anzeigen. Ein solcher Collegeblock ist beispielsweise der „SchülerBlock“ von StudyAds.

Einen Vorgeschmack auf die Ausbildung bieten

Der „Schülerbarometer“ ist eine jährliche Studie des Trendence Instituts zum Thema Ausbildung. Dort gaben viele Schüler an, dass auf Ausbildungsmessen / Jobmessen oder sonstigen berufsorientierenden Informationsveranstaltungen die vorgestellten Inhalte als Vorgeschmack auf die Ausbildung nicht ausreichend vorgestellt werden. In Zahlen ausgedrückt fanden weniger als die Hälfte der siebzehntausend Schüler die Infoveranstaltungen zum Thema Ausbildungseinblick nicht ausreichend hilfreich.

Bemängelt wurde des Weiteren, dass sich oftmals als Ansprechpartner Ausbildungsleiter anbieten würden. Bessere Einblicke würden allerdings Auszubildende geben können. Mit einem Azubi kann man auf selber Augenhöhe sprechen und bekommt ein besseres Gefühl, wie sich eine Ausbildung in dem jeweiligen Unternehmen anfühlt.

Auf Ausbildungsmessen und Informationsveranstaltungen bestünde ebenso der Wunsch nach einem Probieren typischer Aufgaben aus dem Ausbildungsalltag. Über verschiedene Kanäle wie bspw. Social Media Kanäle können Unternehmen Azubis als Sprachrohr an interessierte Bewerber einsetzen. Das wirkt authentischer und bietet einen guten Einblick in das Unternehmen aus Sicht eines Auszubildenden.

 

Schülermarketing muss nicht immer digital sein: Mit Printanzeigen Azubis ansprechen

Wer sagt, dass die Generation Z nur digital zu erreichen ist? Printanzeigen an Schulen können sehr wirkungsvolle Maßnahmen sein, um die Nachwuchsgewinnung zu fördern. Ansprechende, möglicherweise witzige Printanzeigen bleiben im Vergleich länger im Gedächtnis als digitale Werbung. Auf der anderen Seite sind die Eltern von Schülern die erste Instanz, die sich Schüler für die Berufsorientierung zu Rate ziehen. Mit Print-Ausbildungsanzeigen können auch die Eltern angesprochen werden. Hierbei hat sich der SchülerBlock als besonders effektive Maßnahme im Azubi-Recruiting herausgestellt.

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Effektives Azubi-Recruiting

Der wichtigste Faktor eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Diese sind erfolgsentscheidend. Im Bezug auf das Ausbildungsmarketing sollten Unternehmen daher immer im Hinterkopf haben, dass die angesprochenen Nachwuchskräfte die Fachkräfte der Zukunft sind. Um den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens zu sichern, sollte daher großer Wert auf die Nachwuchsgewinnung gelegt werden.

Gerade die Investitionen im Bereich des Ausbildungsmarketings sollten nicht als Problem, sondern als Chance angesehen werden. Passendes und qualifiziertes Personal zu finden, dieses schon in der frühen Phase, also noch in der Schulzeit, anzusprechen ist sehr effizient. Im weiteren Schritt sollte an der Bindung der Azubis gearbeitet werden, dass die fertig ausgebildeten Fachkräfte nach der Ausbildung das Unternehmen nicht verlassen.

Welche Kanäle können für das Azubimarketing genutzt werden?

Neben der eigenen Webseite, der Karriereseite und Social Media Kanälen gibt es auch noch die Möglichkeit, Stellenanzeigen zu schalten. Jedoch sind Printkampagnen an Schulen im Bereich des Schulmarketings, beispielsweise über den SchülerBlock, eine sehr effektive Maßnahme, um die Schüler auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen.

Bevor man eine Schulmarketing-Kampagne startet, sollte man sich darüber Gedanken machen, welchen USP das Unternehmen zu bieten hat. Was macht das Unternehmen aus und wo liegen die Vorteile, eine Ausbildung aus Sicht des Schülers in dem jeweiligen Unternehmen zu beginnen? Hat man Antworten auf diese Fragestellungen gefunden, sollten diese Pluspunkte im zweiten Schritt in der Ausbildungskampagne an die Zielgruppe kommuniziert werden.

Was gerade für die Generation Z wichtig ist, sind die Aussichten, die das Unternehmen dem angehenden Azubi bieten wird. Wie sind die Aussichten in Bezug auf das Gehalt? Bekommt man ein Firmenhandy oder wird die Anreise bezuschusst? Vielleicht stellt das Unternehmen auch einen Firmenwagen?

Haben Sie schon in Betracht gezogen, die Ausbildung über Videos vorzustellen? Hierbei könnte man beispielsweise auch die Azubis sprechen lassen, Einblicke in den Unternehmensalltag bieten und vieles mehr. Imagefilme sind auch eine gute Möglichkeit, das Unternehmen vorzustellen.

Ja, beratet mich zum Thema Ausbildungsmarketing!

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